Upcycling: Alte Regentonne als Hochbeet nutzen – so klappt’s

Eine ausgedienten Regentonne ein neues Leben schenken

Upcycling bedeutet, alte Gegenstände kreativ weiterzuverwenden – und kaum ein Ort eignet sich dafür besser als der eigene Garten. Eine ausgediente Regentonne lässt sich zum Beispiel in ein praktisches kleines Hochbeet verwandeln. Die Idee ist so naheliegend wie genial: Sie schont den Rücken, spart Geld und macht auf Terrasse wie im Garten eine richtig gute Figur.

Von der Regentonne zum Hochbeet: Die Schritt-für-Schritt-Anleitung

Der Umbau gelingt ohne großen Aufwand. Wer diese Reihenfolge befolgt, liegt richtig:

  1. Boden herausschneiden: Zunächst wird der Tonnenboden vollständig entfernt – am besten mit einer Stichsäge oder einem stabilen Messer. Anschließend kommt ein feines Gitter als Schutz vor Nagern hinein. Wer möchte, kann stattdessen auch mehrere große Löcher bohren. Beides erfüllt denselben Zweck: Staunässe wird verhindert, überschüssiges Wasser läuft direkt in den Boden ab.
  2. Den richtigen Standort wählen: Am besten stellt man die Tonne direkt auf unbefestigten Untergrund – etwa auf Rasen oder ein bestehendes Beet. So können Bodenlebewesen von unten einwandern und das Hochbeet beleben.
  3. Drainage anlegen: Als unterste Schicht kommen grob gehackte Äste und darüber Hackschnitzel. Diese Materialien sorgen für eine gute Wasserdurchlässigkeit und bauen sich mit der Zeit in nährstoffreichen Kompost um.
  4. Kompost und Erde einschichten: Darüber folgt eine Lage aus Laub und Rasenschnitt, dann eine Schicht Kompost. Den oberen Abschluss bildet Hochbeeterde. Wer Zugang zu Pferdemist hat, kann diesen ebenfalls einarbeiten – das tut der Erde sehr gut.
  5. Außenverkleidung anbringen (optional): Übrige Holzbretter lassen sich zusammenschrauben und als dekorative Verkleidung rund um die Tonne befestigen.
  6. Einpflanzen: Die Erde gut anfeuchten, dann Gemüse und Kräuter einsetzen und nochmals angießen.

Welche Pflanzen sich im Regentonnen-Hochbeet besonders wohlfühlen

Dank der nährstoffreichen Füllung ist das umfunktionierte Hochbeet geradezu ideal für anspruchsvolle Starkzehrer. Wer unsicher ist, welche Pflanzen passen – hier die besten Optionen:

  • Zucchini und Tomaten gedeihen darin besonders prächtig. Auch buschig wachsende Paprika fühlen sich wohl.
  • Salate, Radieschen sowie Kräuter wie Schnittlauch und Petersilie sind ebenfalls hervorragend geeignet.
  • Attraktiv und nützlich zugleich: Kapuzinerkresse oder hängende Erdbeeren, die sich sogar in seitlich gebohrte Löcher der Tonne einpflanzen lassen.

Optik aufwerten und die Tonne winterfest machen

Ein Hochbeet aus einer Tonne hat noch einen weiteren Vorteil: Die erhöhte Position erschwert Schnecken den Zugang zu den Pflanzen erheblich. Optisch lässt sich die oft schlicht wirkende Tonne ganz unkompliziert aufhübschen – mit Schilfmatten verkleiden oder bunt bemalen sind beliebte Möglichkeiten.

Beim Thema Winterfestigkeit sollte man jedoch aufpassen. Eine mit nasser Erde gefüllte Plastiktonne kann bei hartem Frost aufplatzen. Die Abflusslöcher im Boden spielen deshalb eine doppelt wichtige Rolle: Sie verhindern nicht nur Staunässe im Sommer, sondern beugen auch Frostschäden vor. Wachsen winterharte Pflanzen in der Tonne, sollte man sie von außen zusätzlich mit Jute oder Noppenfolie isolieren. Die Alternative – die Tonne im Spätherbst vollständig zu leeren – ist zwar möglich, zerstört aber den mühsam aufgebauten Schichtenaufbau im Inneren.

Author

  • Julia Hofer ist eine österreichische Content Creatorin, die sich auf Wohnen, Dekoration und moderne Lifestyle-Themen spezialisiert hat. Ihre Beiträge bieten Inspiration für den Alltag und ein gemütliches Zuhause. %page%

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