Hitzewelle trifft Nordkorea: Kim Jong-un empfiehlt Hundesuppe als „bestes Heilmittel“

Eine ungewöhnliche Empfehlung gegen extreme Hitze

Die koreanische Halbinsel stöhnt derzeit unter einer brutalen Hitzewelle. Während die Sommertemperaturen gefährliche Werte erreichen, suchen die Menschen verzweifelt nach jeder Möglichkeit, sich Abkühlung zu verschaffen.

Behörden empfehlen in solchen Situationen normalerweise Schatten und ausreichend Flüssigkeit. In diesem außergewöhnlich abgeschotteten Land haben die offiziellen Ratschläge jedoch eine höchst ungewöhnliche kulinarische Wendung genommen.

Ein traditionsreiches Rezept für extreme Temperaturen

Die klimatischen Extreme belasten derzeit die gesamte asiatische Halbinsel. Staatliche Medien berichteten von gemessenen 36,7 Grad Celsius – das ist ein absoluter Rekordwert seit Beginn der nationalen Wetteraufzeichnungen.

Um der Bevölkerung durch diese kritisch heißen Wochen zu helfen, begann die nordkoreanische Führung, bestimmte Sommerspeisen aktiv zu bewerben. Die Hauptzeitung der regierenden Partei widmete einem ganz konkreten traditionellen Gericht sogar einen ausführlichen Beitrag.

Die Presse empfiehlt nachdrücklich den Verzehr von Hundefleischsuppe als ideale Methode, um mit der sengenden Hitze fertigzuwerden. Um die Leser von den angeblich wundersamen Gesundheitswirkungen zu überzeugen, wurde sogar ein historisches Sprichwort bemüht.

Dem alten Volksmund zufolge wirkt Hundesuppe an heißen Tagen wie ein echtes Heilmittel – und das angeblich sogar dann, wenn man sie sich versehentlich über den Fuß schüttet.

Der Anführer als Vorbild für das Volk

Neben den ungewöhnlichen Ernährungshinweisen nutzt der staatliche Apparat das aktuelle Wetter auch zur Festigung des Personenkults um den Machthaber. Die Propagandamaschinerie erinnert die Bevölkerung beständig daran, dass Kim Jong-un denselben unwirtlichen Bedingungen ausgesetzt sei wie der einfache Bürger.

In der Presse tauchten jüngst wieder ältere Berichte auf, die Inspektionen des Machthabers auf Baustellen während vergangener Hitzesommer schildern. Diese Meldungen beschreiben detailliert, wie seine Kleidung nach anstrengender Arbeit im Freien vollständig durchgeschwitzt gewesen sein soll.

Als ihn Funktionäre laut offiziellen Berichten im Jahr 2013 baten, solch erschöpfende Reisen zu reduzieren, soll er dies kategorisch abgelehnt haben.

„Die Arbeit für das Volk muss abgeschlossen werden, egal wie unerträglich heiß das Wetter auch ist“, erklärte der nordkoreanische Machthaber damals laut Staatsmedien.

Verzweifelte Suche nach Erleichterung

Während die Führung auf historische Propaganda setzt, suchen gewöhnliche Menschen nach weitaus praktischeren Wegen, sich abzukühlen. Lokale Restaurants, die die beliebte Hühner-Ginseng-Suppe anbieten, sollen in diesen Tagen aus allen Nähten platzen.

Gleichzeitig zeigen offizielle Fernsehsender Bilder von Menschenmassen, die Strände und Wasserparks rund um Pjöngjang stürmen. Die Bevölkerung versucht so verzweifelt, wenigstens kurz der erschöpfenden Hitze zu entfliehen.

Die Lage in der Region ist dabei außerordentlich ernst. Das benachbarte Südkorea verzeichnete bereits mehr als zwanzig Todesopfer als direkte Folge der extremen Temperaturen.

Nordkoreanische Behörden hingegen haben bislang keinerlei offizielle Statistiken zu hitzebedingten Todesfällen veröffentlicht. Das tatsächliche menschliche Leid in dem Land bleibt damit völlig im Dunkeln.

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  • Julia Hofer ist eine österreichische Content Creatorin, die sich auf Wohnen, Dekoration und moderne Lifestyle-Themen spezialisiert hat. Ihre Beiträge bieten Inspiration für den Alltag und ein gemütliches Zuhause. %page%

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