Taylor Sheridan wird verklagt: Yellowstone soll gestohlen sein

Kampf um Zuschauer und ursprüngliche Ideen

Aufwendige Fernsehdramen voller Familienintrigen, Machtkämpfe und atemberaubender Landschaften haben Millionen von Zuschauern weltweit in ihren Bann gezogen. Doch hinter jedem solchen Erfolg verbirgt sich ein erbitterter Wettbewerb der Streamingplattformen um die Gunst des Publikums.

Der Weg von der ersten Idee bis zur erfolgreichen Serie ist für Autoren oft steinig und lang. Die Unterhaltungsbranche erschüttert derzeit ein vielbeachteter Rechtsstreit, der die dunklere Seite der TV-Produktion beleuchtet – und er betrifft eines der beliebtesten Western-Dramen unserer Zeit.

Schwerwiegende Vorwürfe des Ideendiebstahls

Die Schriftstellerin Lauren J. Salkin hat beschlossen, die Sache vor Gericht zu bringen. Sie reichte Klage nicht nur gegen Hauptschöpfer Taylor Sheridan ein, sondern auch gegen die Produktionsriesen 101 Studios, Paramount und Elevate Entertainment.

Die Autorin ist überzeugt, dass das gesamte Konzept der erfolgreichen Serie Yellowstone von ihrem eigenen Projekt namens Sovereign Nation abgekupfert wurde. Ihr Drehbuch soll sie bereits 2016 der Agentur, die Sheridan vertrat, offiziell angeboten haben.

Die damalige Antwort fiel ernüchternd aus. In den Gerichtsakten wird die ursprüngliche Ablehnung wörtlich zitiert: Der Schöpfer bedanke sich für das Interesse, stehe jedoch momentan für keine TV-Projekte zur Verfügung. Das Paradoxe daran – nur sehr kurze Zeit nach dieser Absage genehmigte Paramount die Produktion eines auffallend ähnlichen Werkes.

Auffällige Übereinstimmungen und dieselben Schauspieler

Die Gerichtsdokumente analysieren detailliert konkrete Szenen und Handlungsstränge, die belegen sollen, dass es sich keineswegs um einen Zufall handelt. Zu den zentralen Säulen der Klage gehören politische Machenschaften rund um den Betrieb eines Kasinos sowie sehr spezifische Mechanismen bezüglich Landbesitz und Grundstücksentwicklung.

Damit enden die Gemeinsamkeiten jedoch nicht. Die Klägerin weist auf eine identische Struktur von Schlüsselszenen hin, die dramatische Spannung aufbauen. Ein besonders starkes Argument: Gleich zwei Schauspieler, die die Schriftstellerin in ihrem ursprünglichen Entwurf für die Hauptrollen vorgeschlagen hatte, erhielten in der populären Serie schließlich tragende Rollen.

Ein Ende des Rechtsstreits ist nicht in Sicht

Weder die Vertreter der beklagten Unternehmen noch der Showrunner selbst haben sich bislang offiziell zu diesen schwerwiegenden Vorwürfen geäußert. Die Klage stützt sich jedoch auf die feste Überzeugung, dass beim objektiven Vergleich beider Werke immer wieder dasselbe narrative Grundkonzept auftaucht.

Den Dokumenten zufolge bestimmen kasinogebundene Institutionen die politische Macht, und die Handlung wird durch identische sowie höchst ungewöhnliche Landkonflikte vorangetrieben. Parallele Szenen erfüllen dieselbe dramatische Funktion, und die genannten Schauspieler verkörpern nahezu spiegelbildliche Charaktere.

Der bevorstehende Rechtsstreit in den Vereinigten Staaten dürfte außerordentlich langwierig werden. Der gesamte Fall wirft erneut die komplexe Frage des Urheberrechts auf und beleuchtet die schmale Grenze zwischen Inspiration und geistigem Diebstahl im gnadenlosen Umfeld des globalen Showgeschäfts.

Author

  • Julia Hofer ist eine österreichische Content Creatorin, die sich auf Wohnen, Dekoration und moderne Lifestyle-Themen spezialisiert hat. Ihre Beiträge bieten Inspiration für den Alltag und ein gemütliches Zuhause. %page%

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